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Digitale Gesundheitsprogramme: Wie wirksam sind sie wirklich?

Digitalisierung der Gesundheitsförderung

Wir erleben es alle und kommen kaum daran vorbei: Unsere Welt wird zunehmend digitalisiert – mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Heute tragen wir das gesamte Wissen der Welt in unserer Hosentasche, erledigen Aufgaben von unterwegs, bilden uns weiter und bestellen bequem online. Doch funktioniert dieser digitale Fortschritt auch für unsere Gesundheit? Sind Online-Programme tatsächlich geeignet, unser Wohlbefinden messbar zu verbessern?

Studie zur Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsprogrammen

Der Frage der tatsächlichen Wirksamkeit sind wir im Rahmen einer Masterarbeit, in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth, wissenschaftlich nachgegangen. In unserer Studie haben wir Teilnehmende eingeladen, an einem von zwei Online-Programmen teilzunehmen: eines zur Förderung der mentalen Gesundheit, das andere zur Steigerung der körperlichen Aktivität. Beide Programme, welche sich über einen Zeitraum von 10 Wochen erstrecken, helfen durch regelmäßige Impulse sowie praktische Übungen, gesundheitsförderliches Verhalten in den Alltag zu integrieren. Die Stichprobe der Studie umfasste insgesamt 44 Teilnehmende, wobei deren Alter zwischen 20 und 68 Jahren lag – und repräsentiert somit speziell die arbeitende Bevölkerung.

Untersuchungsergebnisse der Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsprogrammen

Die Ergebnisse waren beeindruckend: Beide Programme führten zu einer spürbaren Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und der Stimmung. Gleichzeitig nahm das persönlich wahrgenommene Stresserleben signifikant ab – im Vergleich zu den Werten vor Beginn der Trainings. Besonders stark profitierten dabei Personen, die zu Beginn ein höheres Stressniveau oder ein geringeres Wohlbefinden aufwiesen. Die psychischen Parameter wurden im Fragebogenformat mithilfe der Befindlichkeitsskalen (BFS) sowie der Perceived Stress Scale (PSS) erfasst.

Wirkungsweisen digitaler Gesundheitsprogramme

Beide Programme setzen gezielt an unterschiedlichen Komponenten des Wohlbefindens an: Im Bewegungsprogramm wurden vor allem Aktiviertheit und Vitalität der Teilnehmenden gesteigert. Wer am mentalen Programm teilnahm, berichtete hingegen insbesondere von positiven Effekten auf die emotionale Gesundheit: Die Teilnehmenden fühlten sich ruhiger, stabiler und insgesamt deutlich ausgeglichener.

Praxisrelevanz der Studien-Ergebnisse

Was bedeutet das für die Praxis? Unsere Ergebnisse spiegeln die aktuelle Studienlage sehr gut wider: Bewegung wirkt sich nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die mentale Gesundheit aus. Gleichzeitig wird deutlich, dass zielgruppenorientierte und praxisnahe Interventionen Gesundheit auf mehreren Ebenen fördern können – von Stimmung und Wohlbefinden bis hin zu Motivation und Resilienz. Gesundheit sollte daher immer ganzheitlich betrachtet werden.

Online-Programme als Chance für gefährdete Gruppen

Ein besonders wichtiger Aspekt: Gerade Menschen mit einem vollen Terminkalender, hoher Arbeitsbelastung oder begrenztem Zugang zu lokalen Angeboten profitieren von Online-Programmen. Sie lassen sich zeitlich flexibel und ortsunabhängig in den Alltag integrieren und senken die Hürde, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Online-Programme als Chance für Unternehmen

Auch für Unternehmen bieten sich hier große Chancen. Digitale Gesundheitsprogramme ermöglichen einen niedrigschwelligen und zugleich wirtschaftlichen Zugang zu Präventionsangeboten. Wer in die Gesundheit seiner Mitarbeitenden investiert, stärkt nicht nur deren Wohlbefinden, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des gesamten Unternehmens.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten auch Sie Ihre Mitarbeitenden stärken und nachhaltige Gesundheitsimpulse setzen? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf. 

Wie die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung gelingt

Interview mit der Arbeits- und Organisationspsychologin Julia Gishamer

Quelle: https://www.sifa-sibe.de/arbeitssicherheit/gefaehrdungsbeurteilung/wie-die-gefaehrdungsbeurteilung-psychischer-belastung-gelingt/

Unternehmen sind bereits seit 2013 per Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, in der Gefährdungs-beurteilung auch die psychische Belastung zu erfassen. In der Praxis wird dies jedoch weiterhin vernachlässigt, wie verschiedene Umfragen ergaben. Die Arbeits- und Organisationspsychologin Julia Gishamer kennt mögliche Hemmschwellen und weiß, wie Unternehmen diese erfolgreich überwinden können.

Hier können Sie das gesamte Interview lesen:

Interview mit Heike Steurenthaler, Ergonomie-Coach und BGM-Expertin

Quelle: Interview mit Heike Steurenthaler, Ergonomie-Coach und BGM-Expertin

Wie ergonomisch sind Arbeitsplätze in der Produktion und in der Pflege? Und wie lassen sich Ansatzpunkte erkennen, um Verbesserungen zu erwirken? Diese und andere Fragen beantwortete Heike Steurenthaler, Ergonomie-Coach und Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement, im Interview.

Mentale Gesundheit im Fokus – welche Maßnahmen helfen meinen Mitarbeitenden?

Die mentale Gesundheit von Mitarbeitenden ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Steigende Arbeitsbelastung, permanente Erreichbarkeit und private Herausforderungen wirken sich zunehmend auf das psychische Wohlbefinden aus. Unternehmen, die hier aktiv unterstützen, profitieren nicht nur von gesünderen Mitarbeitenden, sondern auch von höherer Motivation, Produktivität und Bindung.

Doch welche Maßnahmen helfen wirklich?

Mentale Gesundheit zum Thema machen

Psychische Erkrankungen sind eine der Hauptursachen für Fehlzeiten, doch viele Betroffene sprechen aus Angst vor Stigmatisierung nicht darüber. Ein Arbeitsumfeld, das mentale Gesundheit ernst nimmt, stärkt Vertrauen, reduziert Ausfälle und fördert die Unternehmenskultur. Aktionen wie Gesundheitstage, Vorträge oder Workshops machen das Thema sichtbar.

Mentale Gesundheit von oben nach unten (vor-)leben

Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle für die mentale Gesundheit der Beschäftigten. Sie schaffen ein vertrauensvolles Klima, in dem Mitarbeitende offen über Belastungen sprechen können, und wirken als Vorbilder, indem sie selbst auf ihre Gesundheit achten. Schulungen zu Gesprächsführung, Belastungserkennung und gesunder Arbeitsgestaltung unterstützen sie dabei, die mentale Gesundheit im Team und Unternehmen nachhaltig zu fördern.

Mentale Gesundheit bedarfsorientiert fördern

Effektive Maßnahmen orientieren sich an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden. Eine systematische Analyse relevanter Handlungsfelder im Bereich mentale Gesundheit hilft, gezielt passende Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen – zum Beispiel im Rahmen einer psychischen Gefährdungsbeurteilung. So wird sichergestellt, dass Maßnahmen nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgen, sondern gezielt die mentale und körperliche Gesundheit der Mitarbeitenden fördern.

Zusammengefasst

Es gibt keinen einheitlichen Weg, mentale Gesundheit zu fördern. Sie entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Kultur, Führung und strukturellen Rahmenbedingungen. Unternehmen, die mentale Gesundheit nicht nur als Schlagwort auf Flyern oder der Website präsentieren, sondern konkrete Maßnahmen umsetzen, die die Gesundheit der Mitarbeitenden fördern, haben große Chancen auf gesunde und leistungsfähige Teams. Jedes Unternehmen darf und sollte dabei seinen eigenen Weg finden – wir begleiten Sie gerne dabei, diesen Weg zu gestalten und das zu fördern, was Ihr Unternehmen erfolgreich macht: gesunde, engagierte Mitarbeitende.

Die Rolle der Analyse im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)

In der heutigen Arbeitswelt, in der das Wohlbefinden der Mitarbeiter immer mehr in den Vordergrund rückt, spielt das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) eine entscheidende Rolle. BGM ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein komplexer Prozess, der darauf abzielt, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter in Unternehmen zu fördern. Ein zentraler Baustein dieses Prozesses ist die Analyse. Doch was genau versteht man unter einer BGM-Analyse, und warum ist sie so wichtig?

  • BGM: Ein kurzer Überblick
    Betriebliches Gesundheitsmanagement, oft einfach als BGM bezeichnet, ist ein systematischer Ansatz, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter in einem Unternehmen zu fördern und zu erhalten. Es kombiniert verschiedene Maßnahmen und Strategien, um gesundheitliche Risiken am Arbeitsplatz zu minimieren und gleichzeitig die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken.
  • Weshalb ist die Analyse im BGM-Prozess so entscheidend?
    Die Analyse bildet das Fundament des BGM. Ohne sie weiß ein Unternehmen nicht, wo es steht, welche Herausforderungen es zu bewältigen hat und welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Eine umfassende Analyse hilft dabei, die Bedürfnisse und Anforderungen der Mitarbeiter zu verstehen und darauf basierend effektive BGM-Maßnahmen zu entwickeln.

Verständnis der BGM-Analyse

  • Definition: Was ist die BGM-Analyse?
    Unter BGM-Analyse versteht man den systematischen Prozess des Sammelns, Bewertens und Interpretierens von Daten und Informationen, um den aktuellen Gesundheitszustand und das Wohlbefinden der Mitarbeiter in einem Unternehmen zu erfassen.
  • BGM-Prozess
    Der BGM-Prozess ist in mehrere Phasen unterteilt, wobei die Analysephase der erste und entscheidende Schritt ist. Sie wird gefolgt von der Planung, Implementierung und schließlich der Evaluation von BGM-Maßnahmen. Ohne eine sorgfältige Analyse können die folgenden Schritte nicht effektiv durchgeführt werden.
  • Unterschied zwischen BGM-Analyse und anderen BGM-Phasen
    Während die Analyse darauf abzielt, den aktuellen Zustand und die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erfassen, konzentriert sich die Planungsphase auf die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen. Die Implementierungsphase befasst sich mit der Umsetzung dieser Maßnahmen, und die Evaluationsphase bewertet deren Wirksamkeit.

Warum eine gründliche Analyse im BGM unerlässlich ist

  • Auswirkungen auf das Gesundheitsmanagement im Unternehmen
    Die Analyse beeinflusst maßgeblich die Richtung und den Fokus des gesamten BGM. Ohne sie könnten Unternehmen Geld und Ressourcen in Maßnahmen investieren, die nicht effektiv sind oder nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen.
  • Identifizieren von Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Potentialen
    Eine gründliche Analyse kann Potentiale für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz aufdecken. Es können Bereiche identifiziert werden, in denen bereits gute Arbeit geleistet wird, aber auch solche, die dringend Verbesserung benötigen.
  • Erkennen von Herausforderungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement-Konzept
    Jedes Unternehmen ist einzigartig, ebenso seine Herausforderungen im Bereich Gesundheit. Eine maßgeschneiderte Analyse hilft, diese spezifischen Herausforderungen zu identifizieren und entsprechend zu adressieren.

Methoden und Tools zur BGM-Analyse

  • Fragebögen und Umfragen
    Eine häufig verwendete Methode zur Datenerhebung sind standardisierte Fragebögen und Umfragen. Sie bieten einen schnellen Überblick über die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter.
  • Gesundheitsberichte und Datenanalysen
    Durch den Zugriff auf Gesundheitsberichte und die Analyse vorhandener Daten können Unternehmen tiefergehende Einblicke in die gesundheitlichen Herausforderungen und Potenziale erhalten.
  • Digitales BGM: Innovative Tools und Plattformen
    Mit dem Aufkommen digitaler Technologien gibt es eine wachsende Anzahl von Tools und Plattformen, die speziell entwickelt wurden, um Unternehmen bei der BGM-Analyse zu unterstützen. Diese Tools bieten oft Echtzeit-Einblicke und können personalisierte Empfehlungen geben.
  • Praxisbeispiel: Wie Unternehmen digitales betriebliches Gesundheitsmanagement nutzen
    Ein mittelständisches Unternehmen hat kürzlich eine digitale BGM-Plattform eingeführt. Durch die Nutzung von Wearables und Gesundheits-Apps konnten sie detaillierte Daten über die physische Aktivität, den Schlaf und das Stresslevel ihrer Mitarbeiter sammeln. Basierend auf diesen Daten wurden individuelle Gesundheitsprogram

BGM-Analyse in Aktion: Anwendungsfälle und deren Auswirkungen

  • Analyse zur Identifizierung gesundheitlicher Belastungen am Arbeitsplatz
    Viele Unternehmen führen spezifische Analysen durch, um gesundheitliche Belastungsfaktoren in ihrer Organisation zu identifizieren. Dies könnte physischer Natur sein, wie etwa unsachgemäß gestaltete Arbeitsplätze, die zu Muskel-Skelett-Erkrankungen führen, oder psychischer Natur, wie übermäßiger Arbeitsstress oder mangelnde Work-Life-Balance. Ein solcher Anwendungsfall könnte darstellen, wie durch eine gezielte Analyse Arbeitsplätze ergonomisch verbessert oder Mitarbeiter in Stressmanagement-Techniken geschult wurden.
  • Analyse der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz
    Psychische Gesundheit ist ein zentrales Thema im BGM. Unternehmen nutzen spezialisierte Analysemethoden, um das psychische Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu bewerten und Bereiche von Bedenken zu identifizieren. Ein Anwendungsfall könnte ein Unternehmen beleuchten, das mithilfe einer solchen Analyse ein umfassendes psychisches Gesundheitsprogramm eingeführt hat, inklusive Resilienz-Trainings, Therapieoptionen und Workshops zur Achtsamkeit.
  • Fallstudien: Unternehmen, die BGM-Analysen erfolgreich implementiert haben
    Es ist nützlich, sich konkrete Beispiele von Unternehmen anzusehen, die den Wert einer gründlichen BGM-Analyse erkannt und diese erfolgreich umgesetzt haben. Durch diese Fallstudien können Best Practices identifiziert und herausfordernde Aspekte des Analyseprozesses beleuchtet werden.

Herausforderungen und Lösungsansätze im Analyseprozess des BGM

  • Datenschutz und ethische Bedenken
    In einer Zeit, in der Daten Gold wert sind, ist es entscheidend, dass Unternehmen ethisch und gesetzeskonform mit den gesundheitsbezogenen Daten ihrer Mitarbeiter umgehen. Dieser Abschnitt wird sich mit den Datenschutzherausforderungen auseinandersetzen und darüber informieren, wie Unternehmen sicherstellen können, dass sie die Privatsphäre ihrer Mitarbeiter respektieren.
  • Mangelnde Beteiligung und Engagement der Mitarbeiter
    Ein häufiges Problem in BGM-Analysen ist der Mangel an Beteiligung von Mitarbeitern. Ohne ihre aktive Teilnahme ist es schwierig, eine genaue und nützliche Analyse zu erhalten. Dieser Abschnitt wird Strategien und Methoden vorstellen, um das Engagement der Mitarbeiter zu erhöhen und die Beteiligung an BGM-Initiativen zu fördern.
  • Integrative Analyseansätze für komplexe Unternehmensstrukturen
    Große Unternehmen oder solche mit mehreren Abteilungen und Standorten stehen vor der Herausforderung, eine kohärente und integrierte BGM-Analyse zu implementieren. Hier werden Lösungsansätze und Modelle vorgestellt, die sich besonders für komplexe Unternehmensstrukturen eignen.

Ausblick: Die Zukunft der BGM-Analyse und die Rolle digitaler Technologien

  • Trends und Entwicklungen im BGM
    Wie wird sich die BGM-Analyse in den kommenden Jahren verändern? Welche neuen Technologien und Methoden werden Einzug halten? Ein kurzer Blick in die Zukunft gibt Aufschluss über die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich BGM.
  • Digitalisierung im BGM
    Digitale Technologien revolutionieren den BGM-Bereich. Wearables, Gesundheits-Apps und KI-gesteuerte Analysetools versprechen präzisere, individuellere und zeitnahe Erkenntnisse. In diesem Abschnitt wird untersucht, wie digitales BGM den Analyseprozess verbessert und welche Vorteile es für Unternehmen und ihre Mitarbeiter bringt.
  • Schlusswort: Die Notwendigkeit eines proaktiven Gesundheitsmanagements
    In unserer sich schnell verändernden Arbeitswelt ist es wichtiger denn je, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter proaktiv zu fördern. Eine sorgfältige BGM-Analyse ist der Schlüssel dazu. Sie ermöglicht Unternehmen, informierte Entscheidungen zu treffen, die das Leben ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen und gleichzeitig den Unternehmenserfolg sicherstellen.

Betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement – Was ist das?

Betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Förderung von Gesundheit in Unternehmen spielt in Deutschland immer mehr eine Rolle. Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in diesen Bereich. Doch was ist der Unterschied zwischen betrieblicher Gesundheitsförderung und betrieblichen Gesundheitsmanagement und was versteht man darunter. Hier eine kurze Erklärung:

Eine standardisierte Definition dieser Begriffe gibt es nicht, doch stellt in vielen Quellen das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) einen Oberbegriff dar. Dieser schließt die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) , Arbeitssicherheit sowie das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) mit ein. Die meiste Literatur versteht unter BGM einen Prozess, um die Strukturen zur Förderung von Gesundheit im Unternehmen, zu entwickeln. Auch die Planung von Rahmenbedingungen sind mit inbegriffen. Das Ziel, sowohl die Mitarbeiter zu einem individuell gesunden Verhalten in der Arbeit sowie im Privaten als auch die Arbeitsumgebung gesundheitsförderlich zu gestalten, wird vom BGM und BGF verfolgt. Im Handlungsfeld BGF sind laut vieler Quellen die Maßnahmen und Gesundheitsaktionen beinhaltet. Es sind individuelle aber auch gruppenspezifische Maßnahmen, die das Ziel der Wissensvermittlung in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Entspannung und Ergonomie sowie die Bedeutung von körperlicher Aktivität verfolgen. Des Weiteren besteht sowohl das Ziel in der Befähigung, die persönlichen Kompetenzen zu fördern als auch die individuelle Gesundheit zu verbessern.

Hier werden zwei verschiedene Ansätze beispielsweise vorgestellt, um das eben genannte Ziel zu forcieren: Verhaltens- und Verhältnisprävention. Da man die Mitarbeiter schlecht zu einem gesunden Lebensstil zwingen kann, ist es jedoch möglich das Arbeitsumfeld,  zu einem gesundheitsfördernden Umfeld zu verändern (Verhältnisprävention). Dazu zählt beispielsweise die Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsbedingungen oder Arbeitsmittel. Das Ziel ist es, die gesundheitsgefährdeten Faktoren zu reduzieren. Die Verhaltensprävention setzt direkt beim individuellen Mitarbeiter oder bestimmt Gruppen (wie Führungskräfte, Auszubildende, Mitarbeiter mit sitzenden/ stehenden Tätigkeiten) an. Beispiele hierfür sind Bewegungs- und Ernährungskurse oder Angebote zur Rauchentwöhnung, um den Gesundheitszustand zu verbessern oder zu erhalten und Wissen in den Bereichen zu vermitteln.

Wichtig ist, nicht irgendetwas zu ändern, sondern gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Hierfür ist eine Analyse von großer Bedeutung. Gern unterstützen wir Ihr Unternehmen in diesem Vorhaben und führen mit Ihnen zusammen die Untersuchung durch. Anhand der Ergebnisse und definierten Zielen können perfekt auf Ihr Unternehmen, je nach Berufsgruppe, räumlichen Gegebenheiten und finanziellen Mitteln, angepasste Maßnahmen geplant werden. Hierzu kann ein regelmäßiges Bewegungsangebot, Ergonomie Schulungen, gesunde Kantine oder Schulungen zu einer noch besseren Kommunikation zählen. Nach einer ersten Umsetzungsphase erfolgt selbstverständlich eine Überprüfung. Denn der für Sie optimale Weg, muss erst gefunden werden. Um gesundheitsfördernde sowie -erhaltende Strukturen im Unternehmen längerfristig zu gewährleisten, müssen alteingesessene Strukturen verändert werden. Und Sie kennen es vielleicht von sich selbst, wenn man etwas ändern möchte, braucht es manchmal zwei oder drei Anläufe und so ist es auch in einem Unternehmen. Also lassen Sie sich nicht entmutigen, wir unterstützen Sie in Ihrem Vorhaben.

Wir machen Bewegung möglich!

Top Brand Interview

„Veränderung beginnt mit Verstehen.”

Für ein TopBrand Interview war Corporate Health | EUPD Research zu Gast in den schönen Räumlichkeiten von „Das Trainingsmoment“. Die Geschäftsführerin Heike Steurenthaler sprach mit Emma Bressel unter anderem über das Konzept „Mehr Bewegung am Arbeitsplatz“, über Finanzierungsmöglichkeiten von BGM für kleine und mittelständische Unternehmen und warum es so wichtig ist, Veränderungen sichtbar zu machen.

Das Trainingsmoment ist im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Deutschland tätig. Mit einem interdisziplinären Team werden die Themen Bewegung, Ernährung und Entspannung professionell in Unternehmen umgesetzt. Die Trainerinnen und Trainer sind ausgebildete Spezialisten in ihren Fachgebieten und werden durch regelmäßige interne und externe Fortbildungen auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht. Die Konzepte für mehr Bewegung am Arbeitsplatz und im Alltag richten sich an Unternehmen, die durch ganzheitliche Vorgehensweisen ihre Attraktivität für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhen und die Leistungsfähigkeit steigern wollen. Der Service von Trainingsmoment umfasst qualifizierte Trainer und Coaches, die Bereitstellung von Materialien und Messgeräten. Planung und Organisation gehören zum Leistungsumfang

Liebe Frau Steurenthaler, der Name Ihres Unternehmens „Das Trainingsmoment“ sagt schon einiges über Ihre Dienstleistungen aus. Doch wie würden Sie Ihre Unternehmensphilosophie in eigenen Worten beschreiben?

Wir leben das, was wir den Mitarbeitenden mit auf den Weg geben. Der eigene Gesundheitszustand ist ein Prozess mit Höhen und Tiefen. Wir unterstützen mit entsprechenden Impulsen, um die Gesundheitskompetenz und Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Das Leben soll lebenswert sein. Mit kleinen Schritten bringt man „Bewegung“ in den Alltag …. denn “jeder Moment ist ein Trainingsmoment”. Es gibt keinen vorgefertigten und perfekten Plan, wenn es um die Gesundheit der Mitarbeitenden geht. Aber alle wissen, dass gesunde und zufriedene Mitarbeitende entscheidend für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens sind. Mit einem holistischen Ansatz und unseren Gesundheitsaktionen, die wir für jede Firma individuell anpassen, wollen wir bei der Verhaltens- und Verhältnisprävention ansetzen.

Betriebliche Maßnahmen passen sich der “neuen Arbeitswelt” mit deren veränderten Anforderungen sowie den Menschen der verschiedenen Generationen an. Jede/r hat die eigene Gesundheit selbst in der Hand. Der Arbeitgeber kann mit den beruflichen Rahmenbedingungen, z.B. dem Arbeitsinhalt, -umgebung und g-organisation die Mitarbeitenden unterstützen und die Gesundheit der Menschen maßgeblich mitgestalten. Schaffen Sie eine passende Basis für mehr Gesundheit in Ihrem Unternehmen.

Wie sieht Ihr Konzept für „mehr Bewegung am Arbeitsplatz“ aus?

Wir verstehen Bewegung nicht nur im klassischen Sinne. Bewegung kann ein Synonym für viele Gesundheits- und Lebensbereiche sein: Alltagsbewegung, Sport, Veränderung, Anpassung, neue Gewohnheiten und vieles mehr. Wie bereits in Frage eins erläutert, gibt es kein vorgefertigtes Konzept für „mehr Bewegung am Arbeitsplatz“. Optimalerweise sollten Belastungen analysiert, Bedürfnisse erfragt und grundsätzlich ein an die Firmen angepasstes Konzept entwickelt werden. So können gemeinsam optimale Möglichkeiten geschaffen werden, die sich an die verschiedenen Tätigkeitsfelder und Menschen richten. Neben vielen Praxis-Übungen, alltagstauglichen Tipps und individuellen Ansätzen zur Motivationssteigerung, stehen bei uns auch die Wissensvermittlung und die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Fokus.

Was uns auszeichnet, ist, dass wir sehr schnell reagieren und sehr genau auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen. Wir wollen eben nicht bestimmte Prozesse vorschreiben, nur weil es so gemacht wird. Es geht einfach darum, was braucht das Unternehmen und das ist letztendlich einfach in jedem Unternehmen anders.Veränderung beginnt mit Verstehen.

Setzen Sie bei diesem Konzept eher auf punktuelle Maßnahmen, wie einzelne Workshops, oder auf ganzheitliche Konzepte gelegt, mit denen Sie Unternehmen unterjährig begleiten?

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Element und Ziel im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Um Veränderungen im Gesundheitsverhalten der Menschen zu erreichen und damit auch einen möglichen Einfluss auf Spätindikatoren wie Fehlzeiten, Fluktuationsraten, Arbeitsunfälle, BEM -Statistiken oder Qualitätsbewusstsein festzustellen, benötigt es passgenaue, regelmäßige Gesundheitsimpulse sowie eine stetige Evaluation und Dokumentation. Veränderung sichtbar machen! Hierbei ist entscheidend, dass im Bereich Verhalten und Verhältnis agiert wird. Konzepte mit verschiedenen Maßnahmen können von unserer Seite aus – je nach bester möglicher Ansprache der Belegschaft – online, hybrid oder vor Ort stattfinden. Eine gründliche Analyse ist hierzu unumgänglich. Unserer Erfahrungen nach bieten jedoch punktuelle Aktionen einen guten Einstieg, um das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeitenden anzusprechen. Zeitgleich kann der BGM-Prozess im Unternehmen ins Rollen gebracht werden. Wir unterstützen und bringen Unternehmen auf der Gesundheitsleiter ganz nach oben.

Bei der Planung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements stellt sich immer wieder die Frage nach der finanziellen Förderung. Inwieweit lohnt sich die Umsetzung von BGM-Maßnahmen gerade für kleine und mittelständische Unternehmen?

Kein Unternehmen ist zu klein für BGM, es kann immer etwas Passendes angeboten werden. Da beispielsweise ein einzelner Kurs/Aktion für ein kleines Unternehmen ggf. finanziell nicht tragbar sein kann oder nicht genügend Teilnehmende zusammenkommen, haben wir den Gedanken umgesetzt, verschiedene Maßnahmen auf einer Plattform anzubieten. Mit verschiedenen Fokusthemen kann sich jede/r Mitarbeiter/in für mindestens drei Monate informieren, sich neue Gewohnheiten aneignen, die Gesundheitskompetenz stärken und sich selbst etwas Gutes tun. Oder Sie schließen sich mit lokalen Nachbarfirmen zusammen, denn gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Wie in der neuen Arbeitswelt heißt es auch hier Gesundheitswissen teilen und gemeinsam Fit werden. Egal wie groß ein Unternehmen ist, betriebliches Gesundheitsmanagement zahlt sich immer aus und hat eine kurze Amortisationszeit. Einige Elemente des Gesundheitsmanagements, wie z.B. die Gefährdungsbeurteilung mit Betrachtung der psychischen Belastungen, sind zudem gesetzlich vorgeschrieben. Nutzen Sie diese notwendige Analyse und gehen Sie noch einen Schritt weiter auf der Gesundheitsleiter. Es gibt verschiedene Methoden/ Analysetools, die für die jeweilige Betriebsgröße geeignet sind. Wir beraten Sie gerne und gehen diesen Schritt mit Ihnen gemeinsam. Wir sind fokussiert, qualifiziert und zuverlässig.

Biete Sie Ihrem Team bedarfsgerechte Gesundheitsförderung und profitieren Sie von einer starken Mannschaft. Gern beraten und unterstützen wir Sie.

Interview wurde am 26.04.2023 von Corporate Health Alliance veröffentlicht.